
Wintersemester 2007 | Review von Doris Jaindl


Am 18. Oktober 2007 lud die AES Student Section Wien den leidenschaftlichen Bastler Dieter Schöpf zu einem Vortrag über historische Mikrofone ein. Herr Schöpf beindruckte die Gäste mit einer umfangreichen Prästentation toller Bilder, mitgebrachten Mikrofonen seiner Sammlung sowie interessanten Facts und Anektoten.
Beim anschließenden Vergleichshören der bereitgestellten Mikrofone (darunter durchaus auch modernere Modelle-siehe Foto) schmeichelte die Sängerin Elisabeth Leitner mit ihrer gefühlvollen Interpretation des Standards „Autumn Leaves“, passend zur Jahreszeit, unseren Ohren.
Mit dabei im Reigen der „Prüflinge“ fand sich auch ein von Herrn Schöpf entwickeltes, dem Telefungen Ela-M 251 nachempfundenes Röhrenmikrofon, sowie, quasi an diesem Abend außer Konkurrenz startend, ein ebenfalls selbst entwickelter Poppschutz. Dieser wurde auf seine Poppdämfungseigenschaften mit einer ebenfalls von Herrn Schöpf entwickelten „Poppmaschine“ getestet.




Unser besonderer Dank gebührt Peter Müller, der uns für diese Veranstaltung in sein Studio, der legendären Soundmill Vienna, einlud und mit uns bis spät nachts lauschte und probierte.
Der nächste Event unserer Section findet am 13.12.2007 ab 16.30 Uhr in der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (Anton von Webernplatz 1) statt. Es werden Vorverstärker der Firmen DAD und NEXOS miteinander verglichen.

Mai 2007 | 122. AES-Convention in Wien | Review von Doris Jaindl
Celebrate good vibes!
Die diesjährige Convention der Audio Engineering Society fand von 5.-8. Mai in Wien statt. Eine Gelegenheit, die sich die Tonmeisterstudenten nicht entgehen lieflen, um sich von ihrer besten und innovativsten Seite zu zeigen. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für digitale Medientechnologie IDMT (bekannt unter anderem durch die Erfindung des mp3-Formats) organisierten sie unterstützt von Sennheiser, Studer und Merging Technologies einen ganz besonderen Special Event in den Räumlichkeiten der Universität für Musik und darstellende Kunst.
Bekannte Künstler wie Alvaro Pierri, Band-O-Neon etc. brachten Stücke aus ihrem Repertoire zu Gehör und Mikrophon, während gleichzeitig im zum Tonstudio der Zukunft umfunktionierten Batiken-Saal gemischt und aufgenommen wurde. Die Besucher des Events konnten nun erstmals direkt akustische Realität mit ihrem virtuellen Pendant in Form der Wiedergabe über ein Wellenfeldsynthesesystem vergleichen.
Bei dieser speziellen Art der Schallwiedergabe wurden 104 Lautsprecher in einem Kreis um die Zuhörer angeordnet, um so eine natürliche Wellenfront nachzubilden. Dadurch wurde das Publikum quasi in ein dreidimensionales Schallfeld versetzt, in welchem Schallquellen sogar direkt vor dem Kopf eines Zuhörers im Raum positioniert werden konnten.
Und hier geht's zum shooting vom Ort...

März 2005 | Gastvortrag Dipl.-Ing. Dr. Heinrich Pichler | Analoge/digitale Audioschnittstellen und Wordclock

Juli 2004 | Bericht über die Exkursion zum IDMT Ilmenau
Die AES student section Wien organisierte in Kooperation mit der AES student section Ilmenau eine Exkursion zum Fraunhofer IDMT in Ilmenau. Dort wurden wir von einem kompeteneten Mitarbeiter, Michael Strauß, empfangen und über die Struktur und Arbeitsweise der Fraunhofer Gesellschaft informiert. Im Anschluss erhielten die Anwesenden, darunter Jürg Jecklin, eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Wellenfeldsynthese.
Während einer Führung durch die verschiedenen Abteilungen des Institutes, erhielten wir unter anderem einen Einblick in die Entwicklung von flat panel Lautsprechern. Dabei hatten wir die Gelegenheit, mit den Entwicklern über Qualitäten und Probleme der noch jungen Technik zu diskutieren.
Beim anschließenden round table Geschpräch mit S.Brix, H. de Fries, J. Jecklin, M. Strauß und 2 Studenten wurde der Grundstein für eine enge Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau, der TU Delft sowie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gelegt.
An den folgenden 2 Tagen durften wir unter technischer Betreuung im Studio des Fraunhofer Institutes eigene Aufnahmen auf WFS abmischen. Dafür möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Michael Strauß bedanken.

Mai 2004 | Orgel-Intonation
Reiner Janke, Intonateur der Firma Hartwig Späth, Freiburger Orgelbau, hält anlässlich des Orgelneubaus in der Wiener Jesuitenkirche einen Workshop zum Thema "Orgelintonation - wie kommt der Klang in die Pfeifen?" (Intonieren ist weit mehr als nur die Tonhöhe richtig zu stimmen) Sonntag, 23.5.2004, 10 Uhr theoretische Grundlagen im Institut für Komposition und Elektroakustik, ab ca. 14 Uhr an der Orgel in der Jesuitenkirche, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien.
Weitere Informationen: http://members.aol.com/ReinerJank/

Mai 2004 | Exkursion zur AES-Convention nach Berlin

November 2003 | Exkursion zum STEINWAY-Haus in Wien
Da Hamburg oder New York (die beiden einzigen Städte, in denen Steinway-Flügel und -Klaviere gebaut werden) ein bisschen weit weg liegen, erklärte uns Stefan Knüpfer (Klavierstimmer und Intonateur bei Steinway, tätig für alle möglichen Star PianistInnen, die in Wien auftreten) freundlicherweise "vor Ort in" Wien, was bei Steinway Norm und Tradition ist.
Es ist für uns Tonmeister deshalb interessant, da in 90 % der Konzertsäle Steinway-Flügel gespielt werden (was natürlich auch von der Pianistin oder dem Pianisten abhängt), und wir später bei Klavieraufnahmen sicherlich mit Steinway Flügeln arbeiten werden.
Im Vorführungsraum des Steinway-Hauses ging es vor allem um die Darstellung der herausragenden Mechanik, die in diesen Flügeln steckt. Herr Knüpfer erzählte uns zuerst mit voller Begeisterung über die wichtigen und beispielhaften Etappen der Bauphase solcher Flügel - sie werden häufig nachgeahmt - die sie zu den allerbesten der Welt machen. Danach demonstrierte er uns, wie man mit Stimmung und vor allem mit Intonation und durch feine Regelung der Mechanik, die in Stuttgart von der Firma Renner nach speziellen Plänen von Steinway gefertigt wird, praktisch alles erzielen kann, was der Pianist klanglich und in der Mechanik gefühlsmässig so wünscht.

April 2003 | Der Orgelworkshop mit R. Janke
musste krankheitshalber verschoben werden. Dennoch fand in der Kalvarienbergkirche eine nächtliche Aufnahmesitzung statt. Seit Oktober haben alle Studenten die Möglichkeit, den Mehrspurmitschnitt in der Rienößlgasse selbst zu mischen, anzuhören ...
April 2003 | Studioakustik-Seminar mit Michel Schreiber (ACM) | mp3 in der Rienößlgasse verfügbar
Im April 2003 organisierte die AES student section Wien ein Gastseminar über das Themengebiet "Raumakustik in Regieräumen - von Stereo zu Surround", welches von Michel Schreiber (ACM Akustik- und Studioplanungs GmbH München) gehalten wurde. Es stellte durch die inhaltlich praxisnahe Gestaltung eine wertvolle Ergänzung zu unseren Akustikvorlesungen dar. Das Seminar gliederte sich in die Bereiche Lautsprecherplanung für Regieräume, Studioergonomie, Bau- und Raumakustikgestaltung, sowie unterschiedliche Anforderungen an Surroundregieräume (5.1 Musik und Filmmischstudios), u.a. hinsichtlich Lautsprecheraufstellung und entsprechende Akustikmaßnahmen. Die Theorie konnte von den Seminarteilnehmern durch mehrere Anschauungsbeispiele in Form von realisierten Studios sehr gut nachvollzogen werden. Auch wenn ein Seminartag für dieses umfangreiche Gebiet viel zu kurz war, konnte nachmittags zusätzlich auf einige praktische Fragen aus der Arbeitssituation der Studenten eingegangen werden. Wir danken Herrn Schreiber nochmals ganz herzlich für dieses Gastseminar!

März 2003 | 114. AES-Convention in Amsterdam

Mai 2002 | 112. AES-Convention in München | 10.-13. Mai | Stand, Neuigkeiten, Bilder

April 2002 | Bericht über die Exkursion zum Sony-Tonträger-Fertigungswerk in Anif/Salzburg und
zum Festspielhaus Salzburg
Im April 2002 veranstaltete die AES student section Wien eine Exkursion nach Salzburg.
Unsere beiden Ziele waren das Sony-Werk in Anif, welches zu den größten Produktionswerken Europas gehört, und das Festspielhaus in Salzburg, in dem die bekannten Festspiele stattfinden.
Nach der Anreise von Wien nach Salzburg wurden wir von einem sehr kompetenten Team des Sony-Werkes empfangen, welches uns durch die verschiedenen Stationen führte. Der Rundgang brachte uns Einblick in die Masteringstudios, in die Fertigungsstraßen der CD- und DVD-Produktion sowie in die allgemeine Firmenentwicklung durch einen Informationsfilm. Ich denke, daß es insofern sehr interessant für die rund 20 teilnehmenden Tonmeisterstudierenden gewesen sein dürfte, da wir nun genauer wissen, was nach einer Produktion bzw. Aufnahme alles passiert, bis eine fertige CD oder DVD gehört werden kann.
Anschließend ging es zurück nach Salzburg, wo uns Herr Ing. Pfanzagl im Festspielhaus empfing. Da daß Haus zu dieser Zeit nicht in Betrieb war, konnten wir auch hinter die Bühne und auf den Schnürboden Einblick erhalten. Nach der Besichtigung der Tonregie und diverser technischer Anlagen im Haus folgte eine Erläuterung vom Cheftonmeister des Hauses, Herrn Pfanzagl, über den Ablauf und auch Schwierigkeiten einer reibungslos zu planenden Tontechnik, natürlich ebenso über die angenehme und spannende Atmosphäre bei den Festspielen.
Der Tag fand Ausklang in einem der gemütlichen Salzburger Gasthäuser, worüber wir hier nicht näher berichten
;-) bevor die Rückreise nach Wien angetreten wurde.

Dezember 2001 | Edwin Pfanzagl: 5.1 Sourround: Mikrofonierungssysteme

Dezember 2001 | Exkursion zu Bösendorfer in Wien und Wiener Neustadt | Bericht über die Besichtigung
der Klavier-Manufaktur BÖSENDORFER
Im Dezember 2001 organisierte die AES student section Wien eine Exkursion nach Wiener Neustadt, um einen Einblick in die österreichische Klavier-Manufaktur BÖSENDORFER zu gewinnen.
Die Wiener TonmeisterstudentInnen wurden vom erfahrenen Bösendorfer-Konzerttechniker und Klavierbaumeister Franz Jungbauer durch alle Etappen - von der Holzlagerung, über die Politur der Rahmen, der Fertigung der Resonanzböden, bis zur Lackierung der Flügel - geführt, die aus Holz, Metall und Filz einen der besten Flügel der Welt machen.
Heutzutage braucht man 62 Wochen, um einen Bösendorfer-Flügel zu bauen, und es werden ca. 500 Flügel pro Jahr gebaut.
Es gibt verschiedene Flügel-Modelle mit verschiedenen Ambitus, die nach ihrer Länge in Zentimeter gekennzeichnet sind: den 170, 200, und seit neuestem den 280 mit 88 Tasten oder 7 ¼ Oktaven; dann den 213 bzw. seit neuestem den 214, den 225 und 275 mit jeweils 92 Tasten oder 7 ½ Oktaven (bis zum Sub-Kontra F), und zuletzt den 290, auch "Impérial" genannt, mit seinen berühmten ganzen 8 Oktaven (bis zum Sub-Kontra C) oder 97 Tasten. Es gibt auch noch ein Klavier mit einer Höhe von 130 cm.
Zwei wichtige Merkmale der Bösendorfer-Flügel ab dem Modell 225 sind, dass die Zarge (Holzgürtel) des Flügels drei Ecken hat (nur mit Ausnahme vom neuen 280-Modell), und der Metallrahmen eine Kupferfarbe aufweist.
Alle Flügel werden mit der Hand gefertigt. Das Holz (Fichte, Ahorn und Buche), aus den deutschen, österreichischen oder italienischen Alpen kommend, wird sorgfältigst ausgesucht und trocknet im Freien bis zu 6 Jahre lang. Das letzte Jahr trocknet das Holz in einem speziellen Ofen, um einen stabilen Hygrometrie-Wert zu bekommen. Erst dann kann die Bearbeitung des Holzes beginnen. Die Rahmen werden in der Nähe von Stuttgart und in Arkansas (USA) gegossen und brauchen ein halbes Jahr Ruhe bevor man sie auf den Flügel montiert und die Saiten darauf spannt. Der Rahmen eines Impérial-Flügels kann, nachdem die Saiten gespannt sind, einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen standhalten.
Die Mechanik ist von der Firma Renner aus Stuttgart und wird für diesen Anlass speziell nach Plänen der Firma Bösendorfer hergestellt.
Zuletzt werden alle Flügel gestimmt und nach Wien, zu dem ehemaligen Sitz der Manufaktur, in die Graf-Starhemberg-Gasse gefahren, sie bekommen dort eine endgültige Stimmung und Intonierung.
Dort gibt es auch einen Vorführraum mit allen existierenden Modellen, sowie einen kleinen Konzertsaal von ca. 150 Plätzen.

Juni 2001 | Exkursion zu AVL Graz